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Backen Fotos Oktober 2016


(C) Alle Bilder: Rudolf Schwär 2013-2016

In diesem Monat:


31.10.2016   "Spezial - Vollkorn - Brot, mehr komplexe KH, mehr E, mehr Ballaststoffe, Gerste - RST" V01 Ge
30.10.2016   "Spezial - Vollkorn - Brot, mehr komplexe KH, mehr E, mehr Ballaststoffe, Kichererbsen - RST" V5 Ki
29.10.2016   "Altes Schwarzwälder", V18
23.10.2016   "Spezial - Vollkorn - Brot, mehr komplexe KH, mehr E, mehr Ballaststoffe, Kichererbsen - RST" V4 Ki
21.10.2016   "Mühlenweckle mit PF und WST", V2
20.10.2016   "Mühlenweckle mit PF und WST", V1
14.10.2016   "Spezial - Vollkorn - Brot, mehr komplexe KH, mehr E, mehr Ballaststoffe, Kichererbsen - RST" v3 Ki
09.10.2016   "Brot mit geräucherten Süßkartoffeln - WVK - ST", V2
02.10.2016   "Spezial - Vollkorn - Brot, mehr komplexe KH, mehr E, mehr Ballaststoffe, Kichererbsen - RST" V2 Ki
01.10.2016   "Pain de campagne - WST" nach Dietmar Kappl, V1


31.10.2016     "Spezial - Vollkorn - Brot - RST", V01 Ge

mehr komplexe KH, mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe, mit Gerste, frisch geprallt

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 |

spezial_brot_v01_ge_laib
Das gleiche Rezept, die gleiche Menge, die gleiche Form, eine neue Zutat.

Nachdem ich dieses Rezept jetzt schon fünf mal genau so (ok, mit kleinen Verbesserungen von Versuch zu Versuch) gebacken habe, da hat es mich gereizt, an der vorgesehenen Stelle, nämlich im Brühstück, eine Zutat auszuwechseln. Ich hab also die Kichererbsen, eine Hülsenfrucht, herausgenommen und durch frisch geprallte Gerste ersetzt. Die ist allerdings wieder ein Getreide, aber mit anderen Eigenschaften, nämlich nicht alleine backfähig, dafür mit anderen positiven Wirkungen. Mir ist es jetzt bei diesem Vorversuch hauptsächlich um die Wasseraufnahmefähigkeit im Brühstück gegangen. Und während ich bei der Verwendung von Kichererbsen noch nicht am Maximum angekommen bin, habe ich hier gleich genau das Maximum getroffen.

spezial_brot_v01_ge_anschnitt
Ein sehr schön lockeres und saftiges Brot.

Die Kruste ist schön gleichmäßig rundum. Das kommt besonders daher, weil ich nach dem Backen in der Kastenform die Laibe ausforme und auf dem "B-Stahl" noch 10 Minuten bei gleicher Temperatur nachbacke. Das gibt eine herrlich knusprige Kruste und die Krume bleibt trotzdem sehr saftig. Die grundsätzliche Haltbarkeit dieses Brotes ist sehr gut! Die tatsächliche Haltbarkeit ist dafür relativ kurz! Es schmeckt einfach zu gut! Und wenn es jetzt bei meinen Freunden auch genauso gut aufgenommen wird wie die erste Variante, dann kommt es bestimmt noch öfters dran!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
33 % Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
33 % Roggen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
13 % Gerste, fein geprallt, Lagerbestand
9,5 % Erbsenfaserpulver HT, Lagerbestand

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30.10.2016     "Spezial - Vollkorn - Brot - RST", V5 Ki

mehr komplexe KH, mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe, mit Kichererbsen

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2 | V3 | V4 | V5 |

spezial_brot_v5_laibe
Tja, ein gute getestetes Rezept und die Laibe werden schön gleichmäßig, einer wie der andere! ;-)

Dieses Brot ist ein richtiger Renner! Und wenn ich schreibe, "... ein gut getestetes Rezept ...", dann stimmt das nicht zu 100 %! Auch hier gibt es kleine Änderungen von Charge zu Charge! Da spielen solche Parameter, wie Luftfeuchtigkeit, eine nicht zu unterschätzende Rolle! Und bei der Wasseraufnahme des verwendeten Erbsenfaserpulvers und der Kichererbsen bin ich noch nicht am oberen Ende der Latte  angekommen! Erst, wenn im Brühstück nicht mehr ganz alles Wasser gebunden wird, sondern ein ganz kleiner Rest flüssig bleibt, dann habe ich die maximale Aufnahmemenge erreicht! Und das ist immer noch nicht der Fall! Also gehen die Tests weiter! ;-)

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
33 % Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
33 % Roggen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
13 % Kichererbsen, fein geschrotet, Blattert-Mühle
9,5 % Erbsenfaserpulver HT, Lagerbestand

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29.10.2016     "Altes Schwarzwälder", V18


Alle Versuche: V1 | V2 | V3 | V4 | V5 | V6 | V7 | V8 | V9 | V10 | V11 | V12 | V13 | V14 | V15 | V16 | V17 | V18 |

hogenbrot_v18_laibe
Das Original, diesmal nicht gekuschelt! ;-)

Manchmal muss es das Original sein! Dieses Brot ist so variabel, mit Körnern und Saaten, mit Nüssen und Gewürzen, frei geschoben oder in der Kastenform, oder ... , aber das ursprüngliche Brot, wie es seit Jahrhunderten täglich gegessen wurde, ist immer noch das Beste! Die einzige Verbesserung von mir am Original-Rezept ist die, dass ich eine kleine Menge Butter mit in den Teig nehme. Das ist gut für den Geschmack und fördert die Haltbarkeit! Aber das war früher nicht nötig. Butter kam, wenn überhaupt, dann auf die Brotschnitte, und nach Haltbarkeit wurde nicht gefragt. Brot wurde gegessen! Alles! Immer!

hogenbrot_v18_anschnitt
(Fast) das Original, der Anschnitt.

Das "alte" Original war dichter! Und die Kruste war wesentlich dicker! Aber das musste so sein, es musste ja drei bis vier Wochen haltbar sein, im Sommers wie im Winters! Allerdings mag ich es so lieber! Und meine Mit-Brot-Esser ebenfalls! ;-)

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
Brotmehl 70:30 (70 % W : 30 % R), Blattert-Mühle

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23.10.2016     "Spezial - Vollkorn - Brot - RST", V4 Ki

mehr komplexe KH, mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe, mit Kichererbsen

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2 | V3 | V4 |

Und schon ist er da, der Wunsch nach wieder genau diesen Broten! Und weiter arbeite ich am "Feinschliff"! Der Kernpunkt dieser Arbeit ist das Brühstück. Dort bin ich aber jetzt ziemlich am Optimum angelangt! Bei einer TA von 280! Und dieses BS ist immer noch "relativ" trocken! Die Gesamt-TA liegt jetzt tatsächlich bei 201! Das bedeutet in der Alltagssprache, es ist jetzt 1 Prozentpunkt mehr Wasser in diesem Brot gebunden als Mehl drinnen ist! Normalerweise wäre das ein dünner Pfannenkuchenteig! Aber dieser Teig hier wäre immer noch problemlos frei zu schieben! Und genau das reizt mich jetzt immer mehr! Das freie Schieben, also ohne irgendeine Form direkt auf dem Boden des Ofens, bei mir auf dem "B-Stahl", und ohne dass das Brot zu einem Fladen breit läuft, das ist die große Herausforderung! Und es juckt mich in allen Fingern, das zu tun! ;-)

spezial_brot_v4_laibe
Zwei schöne große, gleichmäßige Laibe!

Ich denke mal, ich hab jetzt auch die optimale Füllung für die Kastenformen gefunden mit einem Teiggewicht von jeweils ca. 1150 g pro Laib. Und die Gare stimmt jetzt (fast) auf den Punkt! Einer der Laibe hat noch einen feinen Riss auf der Längsseite bekommen, direkt oberhalb des Randes der Form. Aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch!
Also, bis demnächst! ;-)

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
33 % Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
33 % Roggen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
13 % Kichererbsen, fein geschrotet, Blattert-Mühle
9,5 % Erbsenfaserpulver HT, Lagerbestand

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21.10.2016     "Mühlenweckle mit PF und WST", V2


Und hier ist es dann soweit! Unser gemeinsames Treffen zum Backen hat richtig schöne Ergebnisse geliefert!

meulenweckle_v2_weckle
Verschiedene Formen und Größen.

Der Teig ist der gleiche wie beim Versuch V1 (hier drunter), die Teigeinwaage beträgt für die "kleinen" Teile 80 g und für die großen Teile 150 g. Die kleinen sind entweder "nur" rund gewirkt und über Kreuz eingeschnitten oder zusätzlich danach zu "Bagels" geformt. Die Bagels entweder "pur" (unten links), mit Leinsamen (unten rechts) oder mit schwarzem Sesam (oben rechts). Die großen sind zu "Bâtardes" oder Spitzwecken gewirkt, dafür aber auf verschiedene Weisen eingeschnitten. Die linke Variante ist ein "Längsschnitt" mit der Schere, die rechte Variante sind zwei überlappende Schlitze mit dem Messer.

muehlenweckle_v2_anschnitt
Mühlenweckle - "Bagel", Anschnitt

Ich hab schon mal Bagels gemacht, die aber nach der "ursprünglichen" Art gewirkt waren, also zu einer "Wurst" gerollt, rund geformt und die Enden dann verbunden. Hier. Das war recht komplizert und die Verbindungsstellen sind teilweise sichtbar geblieben oder haben sich sogar leicht geöffnet. Diesmal habe ich die "sichere" Methode gewählt. Nach dem Entspannen einfach rund wirken, etwas flach drücken, dann mit einem Kochlöffelstiel in die Mitte ein Loch drücken und aufweiten. Mit dem Sprüher nass machen und in Saaten drücken.
Und mit richtig viel Schwaden backen. Auch diesmal ist die Kruste schön dünn und knusprig, die Krume gut geport und schön locker und saftig, ein richtiger Genuss! Und die "kleinen" Weckle kann man jetzt ohne weiteres quer aufschneiden! ;-)

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
80 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle
20 % Weizenvollkornmehl aus Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle

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20.10.2016     "Mühlenweckle mit PF und WST", V1


Für ein gemeinsames Backen mit BackfreundInnen habe ich ein Rezept für "Mühlenweckle" vorbereitet. Das Besondere daran ist das frisch gemahlene Weizen-Vollkorn-Mehl darin! Wenn man allerdings den "Durst" des frisch gemahlenen WVK berücksichtigt, dann ist es nicht weiter schwierig, mit relativ kleinen Mengen von frisch gemahlenem Mehl zu backen. Bei größeren Mengen oder nur mit frisch gemahlenem Mehl sieht das schon etwas anderst aus! ;-)
Ich hab hier auch zwei separate und unterschiedliche Vorteige dazu genommen, einen Pâte fermentée, fermentierten, also vorgegorenen Teig, in der Bäckersprache auch "alter Teig", (was mir aber nicht so ganz sympatisch ist) und einen Weizensauerteig. Sauerteig habe ich so gut wie immer in meinen Broten und Brötchen. Beide Vorteige sind exzellente Aromengeber! Und der Sauerteig tut auch noch was Gutes für die Verdauung!

muehlenweckle_v1_weckle
Die Weckle, links als Spitzwecken, rechts mit "Mühlrad-Muster", das Muster mehr oder eher weniger gelungen.

Die Teigeinlage war etwas hoch, ca. 120 g pro Weckle, daher sind richtige "Brummer" dabei herausgekommen. Beim Versuchen hat es sich angeboten, die nicht quer, wie "übliche" Weckle aufzuschneiden, sondern senkrecht, wie "richtige" Brote!

meuhlenweckle_v1_anschnitt
Der Anschnitt, hier allerdings quer, aber dafür wird das Weckle in mehrere Scheiben geschnitten.

Der Geschmack ist schön mild, aber kräftig, das Vollkornmehl kommt optisch kaum heraus, allerdings in der Farbe sieht man, dass es kein "reines" 550er Weizenmehl ist! Die Kruste ist kräftig, fast schon zu dunkel.
Eigentlich wollte ich ja als Verzierung ein Mühlrad drauf machen, mit einem "Kaisersemmel-Drücker" und einem passenden runden Ausstecher, aber das hat nicht so ganz geklappt! Dafür sind die Spitzwecken ganz ordentlich geworden. Der Ofentrieb war überraschend gut, eigentlich bei 2 Vorteigen, die beide sehr schön aufgegangen waren, kein Wunder. Für unser Backtreffen werde ich allerdings die Menge für die einzelnen Teile reduzieren.

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
80 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle
20 % Weizenvollkornmehl aus Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle

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14.10.2016     "Spezial - Vollkorn - Brot - RST", V3 Ki

mehr komplexe KH, mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe, mit Kichererbsen

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2 | V3 |

Auf ein Neues! Das Rezept steht im Grundgerüst, jetzt folgt die Skalierung auf 2 ganze Kastenformen mit jeweils einer Teigeinwaage von ca. 1100 g. Zusätzlich werden die Wassermengen für die einzelnen Vorteige und das Brühstück weiter optimiert. Für das im BS verwendeten Erbsenfaserpulver gibt es keine "offizielle" Angabe, also muss ich mich da rantasten! Und ich habe das Optimum noch nicht erreicht. Immerhin bin ich mit der gesamten TA (TeigAusbeute) schon fast direkt bei 200, fast!

spezial_brot_v3_laibe
Ab jetzt sind sie gleich groß!

Das verblüffende an diesem Teig ist, dass er trotz diesem hohen Wasseranteil immer noch problemlos frei zu schieben wäre! Meine Freunde lieben aber diese Kastenform! Damit kann man "so schöne Sandwiches" machen! ;-)
Und so gut, wie sie schmecken, werde ich die wohl noch öfters backen!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
33 % Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
33 % Roggen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
13 % Kichererbsen, fein geschrotet, Blattert-Mühle
9,5 % Erbsenfaserpulver HT, Lagerbestand

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09.10.2016     "Brot mit geräucherten Süßkartoffeln - WVK - ST", V2

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2

Brot mit Rauch-Aroma, da war ich schon verschiedentlich dran! Der erste Versuch mit Rauchsalz hat nichts gebracht, das Salz schmeckt zwar intensiv nach Rauch, aber die Menge im Brot ist zu gering. Nächste Überlegung war, Mehl zu räuchern. Aber es musste kalt geräuchert werden, da sonst beim heißen Räuchern die Stärke und das Eiweiß durch die Hitze denaturiert werden. Kalt geräuchertes Mehl, Roggen und Weizen, hat mir mein Freund Peter gemacht. Der Versuch war schon erfolgreicher, ein ganz leichter Rauchgeschmack war im fertigen Brot vorhanden. Die Versuche sind damit etwas in der Sackgasse gelandet bis ich in einem Grillforum von "geräucherten Kartoffeln" gelesen habe, heiß geräucherten Kartoffeln! Da hat es bei mir heftig geklingelt! Einen kleinen Heißräucherapparat hatte ich, für Forellen und Steaks und Würstchen, und Buchensägemehl war auch da. Also hab ich das Projekt angegangen und im Versuch V1 war das Ergebnis zu meiner Zufriedenheit. Das Brot schmeckte wie wenn Räucherspeck darin verbacken gewesen wäre.
Danach war wieder längere Zeit Ruhe, bis ich neulich beim Einkaufen spontan eine Süßkartoffel mitgenommen habe. Erst danach habe ich mir überlegt, was ich jetzt damit anfangen könnte und mir ist das "alte" Rezept wieder eingefallen. Also hab ich daraus die Kartoffeln durch Süßkartoffeln ersetzt und losgelegt! Den dort verwendeten Pâte fermentée habe ich aber durch einen WVK-Sauerteig ersetzt.
Die nächste Arbeit war das Räuchern. Beim Stöbern im web habe ich dann eine schnelle Methode per Mikrowelle gefunden, mit der die Süßkartoffel in 4 Minuten soweit vorgegart wird, dass ich sie danach mit dem Räuchergerät fertig machen kann.

rskb_v2_geraet rskb_v2_fertig_geraeuchert
Die Süßkartoffelscheiben im Rauch ...                                         ... und fertig geräuchert.

Die Haut an den Scheiben habe ich abgezogen, obwohl dort die meisten Mineralien und Ballaststoffe drinnen sitzen, und habe als Aromenträger auf die dunkleren Stellen der Scheiben vertraut. Dann die Scheiben in Stücke geschnitten, den Teig vorbereitet und diese geräucherten Stücke untergeknetet. Da mich das Räuchern etwas länger beschäftigt hat als geplant, die "richtigen" Kartoffeln waren nach 30 Minuten schon sehr gut, diese hier waren nach fast einer Stunde noch recht hell, habe ich kurzerhand die Stockgare des Teiges verlängert, indem ich die Schüssel mit dem Teig auf den 8°C kühlen Balkon gestellt habe und dort hatte er 6 Stunden Zeit sich zu entwickeln. Anschließend habe ich ihn zu einem länglichen Laib geformt, kurz ruhen lassen und danach zu einem "Pain fendu" ("fendu" heißt "gespalten") fertig gewirkt. Dies geschieht, indem man den fertig geformten Laib längs mit einer Rolle in der Mitte bis zum Boden durchdrückt und durch Hin- und Herrollen diesen "Eindruck" etwas verbreitert. Danach 1 Stunde zur Gare im Gärkörbchen und von dort direkt auf den vorgeheizten "B-Stahl". Der Ofentrieb in den ersten 5-7 Minuten war gewaltig. Normalerweise bleibt immer noch eine gewisse Vertiefung, hier hatte ich Angst, der Laib könnte regelrecht explodieren. Aber alles ist gut gegangen.

rskb_v2_laib
Ein wunderschöner Laib mit rustikal bemehlter Oberfläche ...

rskb_v2_anschnitt
... und der Anschnitt.

Schön dünne, knusprige Kruste und eine weiche, saftige Krume, die Farbe von den Süßkartoffeln, die kleinen orangen Teile sind die dunkleren Kanten der Süßkartoffelstücke, die schwarzen Punke sind frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer und, nicht sichtbar, eine gehörige Prise frisch geriebene Muskatnuss ist ebenfalls drinnen. Diese Krume ist, für meine Verhältnisse, recht klein geport. Das kommt aber daher, dass ich beim "Fendu", also beim Eindrücken, mehrmals nachdrücken und -walzen musste. Dadurch wurde der Teigling deutlich stärker entgast, als das sonst bei mir der Fall ist! ;-)

Der Geschmackstest hat voll überzeugt! Beim dran Riechen erkennt man schon deutlich den Rauch. Beim Kauen entwickelt sich ein Aroma wie von frischem Speck aus dem Buchenholzrauch! Ich hab eine Scheibe davon mit einem mittelalten Camembert versucht, das kombinierte Aromenspiel hat mich deutlich an Räucherlachs gemahnt! Ein extrem feines Brot! Und diese Methode des Heißräucherns bietet noch viele Möglichkeiten der Abwechslung! Andere Holzarten für andere Raucharomen, zusätzliche Varianten durch getrocknete Kräuter und Gewürze in der Räucherwanne, da wird mir die Zeit nicht lange! Kommt also bald wieder dran! ;-)

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
80 % Weizenmehl Type 812, Blattert-Mühle
20 % Weizenvollkornmehl aus Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle

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02.10.2016     "Spezial - Vollkorn - Brot - RST", V2 Ki

mehr komplexe KH, mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe, mit Kichererbsen

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2

Das erste Brot ist gleich so gut angekommen, dass schon das zweite gewünscht wurde und hier ist es.

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Die beiden Laibe, der kleine vorne wieder für mich zur Kontrolle und zum Probieren, ...

Ganz kleine Änderungen im Rezept, vor allem wesentlich mehr Wasser, besonders im Brühstück! Das Mehr an Ballaststoffen erfolgt ja  über Erbsenfaserpulver und dafür gibt es keine Hinweise, wie viel Wasser die binden können. Ich habe hier im V2 die Menge dafür deutlich erhöht und bin immer noch nicht an der Obergrenze angekommen!

spezial_brot_v2_anschnitt
... und der Anschnitt.

Die Kruste ist diesmal deutlich dunkler, was mich etwas Grübeln lässt, denn die Zubereitung und die Inhaltsstoffe sind nahezu identisch mit dem ersten Versuch. Die Krume ist etwas mürber, dafür aber deutlich saftiger. War ich beim V1 schon bei einer TA von 194,4 so bin ich jetzt bei einer TA von 195,7. Und da geht noch was! Der Geschmack ist vielseitig und es hat genau die Wirkung, die ich mir für meinen Freund erhofft habe! Kommt ganz gewiss wieder!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
33 % Weizen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
33 % Roggen zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
13 % Kichererbsen, fein geschrotet, Blattert-Mühle
9,5 % Erbsenfaserpulver HT, Lagerbestand

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01.10.2016     "Pain de campagne - WST" nach Dietmar Kappl, V1


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Die Brote im Kroko-Design! ;-)

Ich hatte schon seit längerer Zeit geplant, mal eine Reihe "Pain de Campagne - Französiches Landbrot" zu backen. Der Hauptgrund, der mich davon abgehalten hat dies zu tun, war der, dass diese Brote einfach "arg hell" sind! Und eigentlich sind diese Brote besonders dazu geeignet, sommerliche Grillfeste zu begleiten. Aber weder hab ich in diesem Sommer gegrillt noch hatte ich Lust auf so helles Brot. Das kann jetzt nur besser werden! Nicht mit dem Grillen, aber mit der Lust auf helle Brote.
Als erste "Finger-Übung" hab ich mir daher das Rezept für Pain de campagne vom Dietmar Kappl hergenommen. Er verwendet darin die französischen Mehle der Typen T80 im Weizen-Sauerteig und T65 im Hauptteig,  hat eine kalte Stückgare und ist normalerweise ein Garant für Erfolg. Normalerweise! Wenn man(n) die Rezept-Parameter einhält!
Die kalte Stückgare soll bei 6-8°C für 12-15 Stunden dauern. Leider haben mich verschiedene Umstände dazu gezwungen, diese Stückgare erheblich zu verlängern. Zum Glück hatte ich nicht 6-8°C im Kühlschrank sondern ca. 4°C. Das hat mir schon ein wenig geholfen. Aber statt der geplanten Dauer von 12-15 Stunden hatte ich bis zum Backen 48 Stunden und 45 Minuten. Und bei aller Liebe, pardon Kälte, das war einfach zu lang. Die Laibe hatten nach dieser Zeit heftige Übergare! Ich hab sie trotzdem auf dem "B-Stahl" gebacken, da ich wusste, "etwas geht immer" nach einer so kalten Gare! Und etwas ist auch noch gegangen. Schön sind sie nicht mehr geworden, aber essbar!

pdc_n_dietmar_v1_anschnitt
Die Krume ist noch nicht mal so schlecht rausgekommen, aber die Kruste ist echt etwas Korko = ledrig! ;-)

Der Geschmack ist doch recht gut und angenehm, für die Kruste braucht es gute Zähne!
Nach diesem Versuch kann es nur aufwärts gehen! Also übe ich noch ein wenig mit einem anderen Rezept und dann plane ich dieses Brot noch einmal, aber so, dass mir ganz sicher nichts mehr dazwischen kommen kann! Kommt also ganz sicher wieder!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
67 % Farine de tradition T65 BIO, Super U, Fessenheim
33 % Farine de froment campagne T 80 BIO, Moulin des moines, Krautwiller

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