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Backen Fotos April 2015

  (C) Alle Bilder: Rudolf Schwär 2013-2015

  In diesem Monat:


  30.04.2015   "Hochschwarzwälder Maronen - Eierschecke" V2
  29.04.2015   "Spargel - Quiche exotisch"
  28.04.2015   "Pain de campagne aux noix" - Walnussbrot V8, die Rückkehr!
  24.04.2015   "Bärlauchbrot"
  23.04.2015   "Altes Schwarzwälder" V11
  20.04.2015   "Dinkel - Baguette "gewurzelt", nur mit DST, keine zusätzliche Hefe", V1
  19.04.2015   "St. Märgemer Halbweißes", V3
  18.04.2015   "Französische Apfel - Tarte mit Guss"
  12.04.2015   "St. Märgemer Halbweißes", V2
  04.04.2015   "Bâtardes mit Farine Tradition T65", V3
  01.04.2015   "Hartweizen - Vollkorn - Toastbrot" V1

  30.04.2015       "Hochschwarzwälder Maronen - Eierschecke" V2

  maronenschecke_v2
 
  Die Maronen - Eierschecke, meine Antwort auf die Dresdner Eierschecke, habe ich am 09.11.2014 schon mal gebacken.
  Zum gegebenen Anlass habe ich das Rezept wieder genommen. Hab aber diesmal die Menge der glasierten Maronenstückchen
  auf dem Boden verdoppelt! Aber sonst ist sie genau so geworden, wie die letzte. Allerdings mit einem kleinen Fehler!
  Ich hatte im Ablauf nicht berücksichtigt, dass der Boden ein Mürbeteig ist! Im Original, bei der DD-Eierschecke, ist der Boden
  ein Hefeteig ohne Rand! Den nimmt man, wellt ihn kurz rund, legt ihn in die Form und dann kommen die Cremes darüber.
  Der Mürbeteig, nach meiner Methode, ist etwas aufwändiger zum Einbauen! Dadurch hat sich der Eischnee im Kühlschrank
  etwas getrennt und in der Folge ist die Creme in der Mitte nach dem Backen noch etwas weich geblieben.
  Aber dem Geschmack hat das keinen Abbruch getan!

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29.04.2015       "Spargel - Quiche exotisch"

  spargelquiche

  Ein "salziger" Mürbeteig, allerdings spontan mit etwas Kräuterbutter "aromatisiert", blindgebacken, darauf in Butterschmalz
  angebratene Spargelstücke, etwas geraspelter Emmentaler darüber, darauf ein Eier - Kokosmilch - Curry - Guss, gut gebacken
  und frisch aus dem Ofen auf den Tisch! Alles, restlos alles wurde verputzt!
  Und dies ist eine Quiche-Form mit 28 cm Durchmesser am Boden!!! Allerdings hatte ich den Teig für eine 24er Form berechnet!
  Dadurch war der Boden dann seeeeehr dünn! Aber schön knusprig! Und die Kräuterbutter darin ist eine gute Idee!
  Nur mache ich die beim nächsten mal selber! Ich habe den Eindruck, dass dann der Teig etwas geschmeidiger werden könnte!

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28.04.2015       "Pain de campagne aux noix" - Walnussbrot V8, die Rückkehr!
  Eigenes Rezept.

  pdcan_v8_detail
  Feine Krume, dünne, knackige Kruste, vielfältiger Geschmack, wunderbarer Duft, das "neue" alte Pain de campagne aux noix!
 
  Es war nicht einfach! Die Versuche V1 bis V3 sind sehr schön gewesen! Aber danach habe ich einfach zuviel von diesem Teig
  verlangt! Ich wollte einfach viel Geschmack durch viele Vorteige, viel Autolyse, noch mehr Geschmack durch verlängerte kühle
  Gärung und viel Trieb durch relativ viel Hefe. Und habe mein totales Fiasko am 19.08.2014 am
erlebt! Danach hab ich dieses
  leckere Brot erst mal ruhen lassen! Jetzt war es soweit!
  Mein lieber Besuch hat den Wunsch geäußert, "... richtig gutes Brot zu essen, etwas, das nicht so oft auf den Tisch kommt!"
  Also hab ich das Rezept vorgeholt und den Versuch V8 gestartet. Allerdings mit den mir sinnvoll erscheinenden Änderungen.
  Ich hatte ja seither ein wenig dazugelernt! Und, was soll ich sagen? Ich kann nur den Kommentar wiedergeben!
  "Übelst lecker!" Und nur mit Butter! ;-)

  pdcan_v8_laibe pdcan_v8_anschnitt
  Sehr guter Ofentrieb, sehr gute, "wilde" Porung, glatte, dünne, knackige Kruste und watteweiche Krume, der Duft von
  Walnüssen, unterstrichen durch reichlich Walnussöl im Teig, einfach wundervoll!
  Und ich weiß, an welchen "Schräubchen" im Rezept ich noch etwas drehen kann!

  Verwendete Mehle:
  70 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle
  20 % Weizenmehl Type T110 blé, Super U, Frankreich
  10 % Roggenmehl Type T130 seigle, Super U, Frankreich

 
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  24.04.2015       "Bärlauchbrot"
                               Es ist Bärlauchzeit! Und Bärlauch ist gesund!

  baerlauchbrot_kruste_detail
  Knusper-Kruste!

  Dieses Brot ist nach einem von mir überarbeiteten Rezept der bufa-weinheim, der "AKADEMIE Deutsches Bäckerhandwerk"
  in Weinheim.
Ich hatte nach Rezepten für Bärlauchbrot gesucht und mir dabei die Kriterien "Pâte fermentée", "Bärlauchpaste
  in Öl", "frischen Bärlauch" und
"Weizenmehl Type 550" vorgegeben. Dieses Rezept hat alle Ansprüche erfüllt!
  Allerdings, backen musste ich es dann schon noch selber! ;-)


  baerlauchbrot_laibe baerlauchbrot_anschnitt
  Die Laibe haben einen sehr schönen Ofentrieb hingelegt und eine Krume mit einer "wilden" Porung hervorgebracht.
  Die grüne Farbe der Krume kommt
vom "Bärlauch in Öl", den meine Frau hergestellt hat. Die Kruste ist gewohnt
  splitternd-krachig und das ganze Brot duftet sehr fein nach Bärlauch.
Das ist eine äußerst appetitanregende Sache! ;-)
 
  Rezept für Bärlauch in Öl:
  100 g frischen Bärlauch
  100 g Rapsöl
  zusammen im Mixer pürieren.
  Portionsweise, ca. 50 g, in kleine Becher abfüllen, tiefgefrieren.
  Vielseitg verwendbar, z.B. für "Bärlauch-Creme-Suppe", "Bärlauch-Schmand-Dipp", selbergemachte "Bärlauch-Nudeln"
  oder hier im Brot.

  In diesen beiden Broten ist genau eine solche Portion Bärlauch in Öl enthalten und dazu 50 g frischer Bärlauch,
  in Streifen geschnitten.


  baerlauchbrot_detail_krume
  Dieses Brot schmeckt ganz besonders gut zu herzhaften Sachen, geräucherten Rohessern, rohem Schwarzwälder Schinkenspeck
  und wunderbar zu
reifen französischen Käsen, wie z.B. Camembert. Oder einfach pur und nur mit etwas Butter.
  Und durch die eingefrorenen Portionen Bärlauch ist dieses Brot nicht mehr nur auf die Bärlauchzeit beschränkt!
  Aber da schmeckt es natürlich am allerbesten!

 
 
Verwendetes Mehl:
  100 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle


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  23.04.2015       "Altes Schwarzwälder" V11
 
  Alle Versuche: V1 | V2 | V3 | V4 | V5 | V6 | V7 | V8 | V9 | V10 | V11

  hogenbrot_v11_detail
 
  Mein Hausbrot! Ein grundehrliches Weizenmischbrot nach alter Tradition! Allerdings mit einer kleinen Änderung!
  Auf die bin ich durch meine Variante mit den Walnüssen gekommen und damit entferne ich mich jetzt etwas vom ursprünglichen
  Rezept! Ich habe 3 B-% Rapsöl mit in den Teig genommen. Das macht die Krume etwas geschmeidiger und dient der Frischhaltung.
  Geschmacklich ist es nicht zu spüren. Und ob die verlängerte Frischhaltung nötig ist, das wage ich zu bezweifeln! ;-)

  hogenbrot_v11_ansicht hogenbrot_v11_anschnitt
  Leider gabs beim Fototermin einen "Absturz"! Die beiden Brote waren "angeschoben" gebacken, sie haben sich also in der Mitte an einer
  kleinen Stelle berührt. Und beim Raustragen ins Sonnenlicht für das Foto ist der rechte Laib heruntergefallen und, wie üblich,  mit der
  Oberseite aufgeschlagen! Daher die aufgesplitterte Decke. Tut aber dem Geschmack keinen Abbruch!

  Verwendetes Mehl:
  100 % Brotmehl 70:30, Blattert-Mühle

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  20.04.2015       "Dinkel - Baguette "gewurzelt", nur mit DST, keine zusätzliche Hefe", V1

  di_baguette_v1_detail
  So muss Baguette!

  Ich hab da, per Zufall, ein kleines Projekt angestoßen, Backen mit Dinkel und mit Dinkel-Sauerteig DST. Keine zusätzliche Hefe!
  Dass das geht, sieht man hier oben! Allerdings ist der Weg dorthin steinig! Vor allem  braucht es Zeit! Viel Zeit!
  Zeit ist etwas, das heute so viel kostet, dass viele glauben, sie sich nicht mehr leisten zu können! Dabei "geht" ein Teig ganz
  von alleine! Man muss ihm einach nur die benötigte Zeit dazu lassen! Unsere Altvorderen hatten gar keine andere Wahl!
  Sie hatten noch keine Turbo-Hefen und sonstige Backmittel! Aber Zeit!
  Und in diesen Baguette ist nichts anderes als Dinkelmehl, Wasser, Salz. Der Sauerteig ist auch nur ein Ansatz von Mehl
  und Wasser und den im Mehl und auf dem Getreide vorkommenden Mikroorganismen!
  Vor allem wilden Hefen und Milchsäurebakterien! Und das reicht für ein Brot!

  di_baguette_v1_alle di_baguette_v1_anschnitt
  Die Baguette sind "gewurzelt", also die Teigstränge einfach in sich verdreht, und so stabilisiert, der Bäcker nennt das "Wirken".
  Na ja! Bedingt durch die langen Gärzeiten haben die Sauerteig-Mikroorganismen genug Zeit gehabt, CO2 zu entwickeln,
  das für die schöne, großporige Krume gesorgt hat und für einen exzellenten Geschmack! Da gibt es noch einiges zu tun!

 
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  19.04.2015       "St. Märgemer Halbweißes", V3

  stm_hawei_v3_detail_kruste
  Die Kruste glasig-knusprig! Mit den feinen Rissen, "gefenstert"! Ein gutes Zeichen für gutes Ausbacken!
  Und dieses mal nicht ganz so dunkel wie der Versuch 2, hier unten!

  stm_hawei_ganz stm_hawei_anschnitt
  Bei diesem Versuch sind mehrere Änderungen eingeflossen! Eine Änderung erfolgte unfreiwillig! Ich hatte doch glatt vergessen,
  den Vorteig zugleich mit dem Sauerteig anzusetzen. Der Sauerteig sollte in die warme Gärbox, was ihm auch so ergangen ist.
  Gleichzeitig und etwas unvorhergesehen, hatte ich noch einen anderen Sauerteig, einen Dinkel-Sauerteig, vorzubereiten.
  Und darüber ist der Vorteig für dieses Brot einfach unter den Tisch gefallen. Aber nicht weiter schlimm!
  Zum Glück hatte ich ja 2 Stunden für die Autolyse vorgesehen und in der Zeit hat der schnelle Vorteig eben warm beim Sauerteig
  "gekuschelt" anstatt über Nacht kalt im Kühlschrank! Natürlich ergeben sich dadurch auch Änderungen bei der Teigtemperatur,
  da jetzt der kalte Vorteig durch einen warmen ersetzt wird.
  Als nächstes habe ich ja beim V2 45 g entspricht 3 EL  2. Wasser nachführen müssen. Davon habe ich jetzt hier gleich 30 g sofort
  in die Autolyse mit hinein genommen, da die zuvor doch recht fest war! Verblüffenderweise habe ich dann doch noch
  2 weitere EL 2. Wasser gebraucht!
  Ich hab mir auch Gedanken gemacht, wie ich den Teig dazu bringen könnte, mehr in die Höhe zu gehen.
  Dabei ist mir eingefallen, ich könnte ja so eine Technik verwenden, wie sie bei Wanderstiefeln genommen wird, nämlich
  bänderartige Zugelemente für die Schnürung einzubauen. Beim vorhergehenden Versuch habe ich ja die Teighaut im Quadrat
  rundum durchgeschnitten. Das hat einerseits dazu geführt, dass der Teig sich ungehindert nach allen Seiten ausdehnen konnte und
  dadurch diese spektakuläre Krume gebildet hat. Andererseits ist er dadurch ja auch breit gelaufen.

  stm_v3_detail_einschnitte
  Jetzt habe ich rundum von oben her sternförmig sechs längere Einschnitte  gemacht und dazwischen, etwas überlappend,
  nochmal sechs weitere Schnitte, aber weiter unten am Rand. Damit hat der Teig beim Backen sehr schön den Druck nach außen
  hin hier abbauen können, aber durch den geschlossenen Deckel konnte er nicht nach oben ausweichen.
  Drum auch die ungleichmäßige Verteilung der Poren gegenüber dem vorhergehenden Versuch!
  Aber die Lösung liegt in Reichweite! Der geschlossene Deckel muss ebenfalls eingeschnitten werden, damit sich die Teighaut
  wie eine Zieharmonika ausdehnen kann. Und der nächste Versuch ist programmiert!

  stm_v3_krume_detail
  Trotzdem bin ich mit der Krume sehr zufrieden! Sie hat diesen leichten Marmor-Schimmer, ist wunderbar feucht und schmeckt
  hervorragend! Und die helle Farbe, das hab ich mit dem Müller meines Vertrauens abgeklärt, die ist für sein Weizenmehl
  Type 812 völlig normal!

  Verwendetes Mehl:
  80 % Weizenmehl Type 812, Blattert-Mühle
  10 % Hartweizenmehl, Blattert-Mühle
  10 % Roggenmehl Type 1150, Blattert-Mühle

 
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18.04.2015       "Französische Apfel - Tarte mit Guss"

  frz_apfeltarte_detail
 
  Drunter ein feiner Mürbeteig, mit Himbeerkonfitüre bestrichen, darüber dünn geschnittene Äpfel und obenauf ein
  Ei-Zucker-Sahne-Zitronenzesten-Guss!
  Eine feine Tarte zum Frühling! Oder zum Frühstück! Auf jeden Fall eine äußerst leckere Angelenheit! Einfach, schnell, gut! ;-)

  frz_apfeltarte_ganz frz_apfeltarte_anschnitt
  Der Trick dabei ist, die Äpfel werden NICHT geschält! Und auf 3 mm Dicke gehobelt!
  Und die beiden kleinen Igel halten das Tuch unten! Es ist windig!
 
 
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12.04.2015       "St. Märgemer Halbweißes", V2

  stm_hawei_detail
  So sieht eine sehr knusprige, splitterige Kruste aus und eine watteweiche, gut geporte Krume. Eine Augenweide zum Anschauen!
  Und zum Reinbeißen!

  Ich hatte schon mal einen Versuch gestartet, mit dem "Halbweißmehl" Weizenmehl Type 812 ein gutes Halbweißbrot zu backen.
  Dieser erste Versuch ist leider nicht so ausgefallen, wie ich mir das erhofft hatte!
  Kommentar meiner Frau damals: "Das reißt mich jetzt aber nicht vom Hocker!" So was nagt!
  Zur Zeit "geistern" die 812er durch die Foren und da hat es auch mich wieder angepackt. Zwischenzeitlich hatte ich auch viel in
  amerikanischen Foren gelesen und so einige neue Tricks gelernt. Speziell zum Thema Autolyse.
  Also hab ich mal das Rezeptespektrum zum Thema "Weizenmehl Type 812" und dazu die französischen Quellen nach dem
  "Farine de blé T80" durchgelesen und mir ein Rezept rausgesucht, das zum einen als Hauptbestandteil Weizenmehl Type 812
  verwendet und dazu noch Hartweizenmehl. Das hatten wir ja gerade hier unten. Da sich das Hartweizenmehl aufgrund des
  höheren Eiweißgehalts besonders gut für längere Autolysen eignet, habe ich diesmal einige neue Techniken zusammen
  genommen. Das enthaltene Roggenmehl wird per Sauerteig vorfermentiert. Ein Teil des W812 wird als Vorteig mit ganz wenig
  Hefe geführt. Das Besondere daran ist, der Vorteig fängt warm an und komnmt dann für 16 Stunden in den Kühlschrank.
  Dort kann er schön Aromen bilden. Der Hauptteil des W812 und das Hartweizenmehl werden per langer, warmer Autolyse,
  Dauer 2 Stunden, enzymatisch aufgeschlossen. Der Hauptteig bekommt dann nur noch etwas Hefe und das Salz dazu.
  Der entstandene Teig wird ausreichend lange zur Gare gestellt und anschließend gebacken.
  Auch da sind einige neue Erkenntnisse eingeflossen. Und weil ich da mit diesen "Neuen" geübt habe, ist das Brot jetzt nicht
  ganz so geworden, wie es geplant war.  Und außerdem habe ich mich von dem Riesenlaib etwas hinters Licht führen lassen
  und habe ihn zu lange gebacken! Trotzdem ist es ein sehr gutes Brot geworden.

  stm_hawei_ganz stm_hawei_anschnitt
  Der Laib ist aufgrund der etwas überzogenen Gare und des dazu nicht ganz passenden Einschneidens ungewollt ziemlich in
  die Breite gegangen. Dafür ist die Kruste aber unglaublich knusprig. Im Ofen beim Backen habe ich mich schon gewundert,
  wie groß der Laib geworden ist. Ich hatte doch "nur" mein normales Quantum Mehl, 500 g, verwendet. Beim Herausnehmen
  aus dem Ofen habe ich mich dann gewundert, wie leicht der Riesen-Laib eigentlich war!
  Ich hab nachher extra den Umfang gemessen: stolze 88 cm! Und das bei "nur" 668 g Gesamtgewicht am Tag nach dem Backen!
  Beim Anschneiden hat sich dann das Wunder "offenbart"! Es ist diese durchgehend großporige Krume! Und das, obwohl ich
  "nur" meine gewohnheitsmäßige Menge Frischhefe, nämlich 1 % bezogen auf das Gesamt-Mehl-Gewicht genommen hatte!
  Da hat alles gepasst! Na ja, fast!

  stm_hawei_blaeschen stm_hawei_fenster
  Als typisches Zeichen für eine lange und kühle Gare haben sich auf der Oberfläche die gewünschten Bläschen gebildet.
  Daran erkennt der "Connaisseur", dass er mit viel Geschmack rechnen kann! Und an den Seiten haben sich die erwünschten
  Risse gebildet. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Brot schön heiß gebacken wurde, also ausgebacken ist.
  Und dieses Brot hat so einen feinen Geschmack und ein feines Weizen-Aroma, und vom Aussehen her ist es eher mediterran
  als "rustikal-schwarzwälderisch", dass ich es mir nicht verkneifen konnte, es mit feinem, nativen Olivenöl und französischer
  Salami zu testen! Und? Test erfolgreich bestanden! ;-)
  Soweit gelungen! Und die Feinheiten kommen noch! Es gibt noch viel zu tun!

  Verwendetes Mehl:
  80 % Weizenmehl Type 812, Blattert-Mühle
  10 % Hartweizenmehl, Blattert-Mühle
  10 % Roggenmehl Type 1150, Blattert-Mühle

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   04.04.2015       "Bâtardes mit Farine Tradition T65", V3

  batarde_t65_kruste_detail
  Krachig-knackige Kruste mit vielen kleinen Bläschchen, leicht gefenstert.
  Das Qualitätsmerkmal für eine lange, kalte
Gare und viel Geschmack!
 
  So auch hier wieder! Ich hatte diese Brote schon länger nicht mehr gebacken, da es immer ein besonderer Aufwand war, den
  Küchen-Kühlschrank auf die erforderlichen 4°C herunterzukühlen. Seit kurzer Zeit habe ich jetzt einen kleinen Kühlschrank
  speziell
für diese Aufgaben. Über die Oster-Feiertage ist die Zeit passend und jetzt sind sie mal wieder dran, diese besondern
  Bâtardes.

  Der Versuch 2 vom 06.10.2013 steht
hier, etwas weiter unten. Der Versuch 1 vom 26.08.2013 ist nicht mehr auf der HP.
  Es ist dies ein spezielles Weizen-Mehl aus der Moulin Peterschmitt im Elsaß und das exakt passende Rezept dazu.
  Eigentlich ein ganz einfaches Rezept! Mehl + Wasser + Salz + ein wenig Hefe. Aber die Zubereitung ergibt das besondere Brot!
  Und die lange, kühle Gare im Kühlschrank bringt das Aroma und den besonderen Geschmack. Es schmeckt sehr fein nach
  Weizen und
anderen feinen Aromen, und es hat die von mir so geliebten großen, unregelmäßigen Poren und die dünne Kruste.

  batarde_laibe batarde_anschnitt
  Von der Größe her genau passend für den mittleren Hunger. Das Innenleben lädt ein, die feinen Sachen dazu zu essen!
  Butter fällt durch! Aber schmeckt trotzdem! Man muss eben dort die Butter draufstreichen, wo keine Löcher sind! ;-)
  Kommt bestimmt wieder dran!
 
 
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   01.04.2015       "Hartweizen - Vollkorn - Toastbrot", V1

  vkhw_detail_kruste
   Hartweizenmehl hat eine schöne gelbe Farbe, die auch im fertigen Brot deutlich sichtbar bleibt!

  Ich habe mit Backfreunden das Thema Autolyse diskutiert und dabei auf den Eiweißgehalt abgehoben.
  Dazu kam dann die Antwort, dass Hartweizen einen höheren Eiweißgehalt hat als "Normal"-Mehl. Zu allem Überfluß ;-)
  lagerte auch noch ein Päckchen Hartweizen im Vorrat zum Mahlen! Ein passendes Rezept war auch bald gefunden und
  damit stand dem Versuch nichts mehr im Wege!
  Es ging dabei grundsätzlich um die Frage, wie wirkt sich eine lange Autolyse aus. Dabei spielt der Eiweißgehalt eine
  gravierende Rolle! Die Autolyse greift beim Eiweiß massiv an!
  Das Ergebnis ist schon beim ersten Versuch so gut, dass ich mit dem Hartweizen weitermachen werde!
  Allerdings habe ich schmerzhaft kennen gelernt, warum der Hartweizen HART-Weizen heißt!
  Wie gewohnt habe ich den harten Weizen in der Mühle auf unserer "guten alten" MUM gemahlen. Der Motor ist allemale
  stark genug! Die Mühle hatte zuerst zwar Probleme, weil ich sie für den ersten Durchgang zu eng gestellt hatte, und genau aus
  diesem Grund kam ein zu großes Drehmoment auf die ganze Konstruktion und die schwächste Stelle im System hat
  nachgegeben! Die Noppen an der Kunststoff-Rührschüssel!
  Ich hatte Mühe, die tobende, rotierende Mühle wieder im Wortsinn "in den Griff" zu bekommen! Danach habe ich den
  Hartweizen in zwei Durchgängen runter gemahlen, dabei die Mühle mitsamt der Maschine fest umschlungen an meine Brust
  gedrückt und portionsweise den Grieß fertig gemahlen.
  Als Mehl kann ich das Endprodukt nicht bezeichnen! Höchstens als feinen Grieß. Damit wäre ich also beim
  "Semola di Grano duro" angekommen. Aufgrund dieser Erfahrung habe ich beschlossen, ab jetzt auf fertig
  gemahlenes Hartweizenmehl umzusteigen.

  hwvk_laib hwvk_anschnitt
  Den Teig zu drei Kugeln gewirkt, in der Kastenform gebacken. Und die Igel???
  Die halten das Tuch fest, es war an dem Tag seeeehr stürmisch! ;-)
  Die Krume ist mir zuerst arg feinporig vorgekommen! Aber es ist ein echtes Vollkorn-Brot! Da darf ich mit den Poren eigentlich
  schon zufrieden sein! Die Farbe ist sehr appetitanregend gelb, der Geschmack ist ziemlich komplex, da auch Butter mit im
  Teig ist. Die Kruste ist knusprig, aber eher im Sinne von "sandig"!
  Und am nächsten Tag, aufgetoastet, "knirscht" sie wieder richtig!
 
  hwvk_krume_detail
  Ein wunderbares Brot, das getoastet sehr gut schmeckt! Aber noch lieber esse ich es einfach so!
  Und es schmeckt zu allem, süß und herzhaft!

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  V2.5: 04.04.2015