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Backen Fotos März 2017


(C) Alle Bilder: Rudolf Schwär 2013-2017

In diesem Monat:


25.03.2017   "Quark - Quiche mit Bärlauch", V1
21.03.2017   "100 % Roggen - Vollkorn - Brot mit frisch gemahlenem Roggen, RST", V6
13.03.2017   "Fougasse mit Käse, touriert - WST", Variation nach Éric Kayser, V1
10.03.2017   "Dinkelbrot mit Vollkorn, Nüssen und Cranberries - DST", V2
05.03.2017   "Federleichtes Bananen - Brot", V1
04.03.2017   "Gewürz - Brot mit grünem Pfeffer - RVK-ST", V5     (Nachtrag vom 06.03.2017)


25.03.2017     "Quark - Quiche mit Bärlauch", V1


Es ist Frühling (ok, er ist im Anzug!), die Uhr wird heute Nacht auf Sommerzeit umgestellt (ok, IMHO der größte Blödsinn seit dem Versuch, den Turm zu Babel zu bauen!) und der Bärlauch sprießt (OK, DAS IST ECHT EINE ERFREULICHE SACHE!).
Und wie jedes Jahr, wenn der Bärlauch sprießt, backe ich was damit, und öfters mal was "außergewöhnliches"! Und dies hier ist so was "außer-gewöhnliches"!
Das Rezept stammt aus Frankreich und ist im Original eine "Tourte au fromage blanc salé & ciboulette", also ein "salziger Käsekuchen mit Schnittlauch". Den hab ich kurzerhand umfunktioniert auf Bärlauch und habe damit eine echte Neuheit im Sortiment!

quark_quiche_baerlauch_v1_detail_belag
Die Quark-Füllung mit fein geschnittenem Bärlauch.

Das Rezept ist recht kurz und dies ist mein erster Versuch! Und ich hab prompt die falsche Form genommen! Aber das ist nicht so schlimm! Was mir hier besonders gut gefällt, das ist dieser Super-Mürbeteig, nicht-süß! Nur Mehl, Butter, etwas Salz, ganz wenig Wasser! Und das nötige know-how! Der Teig ist unglaublich mürbe, fast schon sandig, aber nur fast! Ein richtiger 'Pâte brisée' eben, aber noch kein 'Pâte sablée', zum 'sablée' fehlt eben doch noch der Zucker! Der hätte aber hier nun wirklich gestört! ;-)

quark_quiche_baerlauch_v1_ganz
Der Rand war zu hoch! Aber sonst sieht sie gut aus!

Ich war mir nicht sicher, ob ich diese Quiche jetzt in der 26-cm-Sprinform backen sollte oder in der Halb-Form! Sicherheitshalber hab ich also die 26-cm-Form genommen. Und ich wußte noch nicht, wie hoch die Füllung da drinnen dann stehen würde! Sie stand dann leider nicht sehr hoch! Und ich hab auch nicht dran gedacht, dass der, von der Quarkmasse dadurch nicht geschützte, Teil des Randes beim Anbacken natürlich weich wird! Das Problem wäre also durch 'Blindbacken' zu lösen gewesen! Wenn ich das alles schon vorab hätte berücksichtigen können! ;-) Als ich im Ofen die "eingeknickten" Seitenwände gesehen habe, da war es natürlich zu spät!
Allerdings ist die 'Tourte" auf dem Bild im Original-Rezept wesentlich höher! Also kommt der nächste Versuch in die "Halb-Form". Denn dass ich diese "Tourte" nochmal backe, das ist wohl klar!

quark_quiche_baerlauch_v1_anschnitt
Die Füllung hats ganz schön in sich! Aber Bärlauch duftete nach dem Essen nicht nach! ;-)

Eine seeeeehr leckere Sache! In der Füllung geht es recht mager her! 1 Pfund Magerquark, 50 g Mehl, 4 Eier, 1 Prise Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle! Das ist alles! Ach ja, und 100 g geputzen und fein geschnittenen, frischen Bärlauch!
Schmecken tut diese Quiche so gut, ich konnte kaum aufhören mit dem "Testen"! Man(n) hätte tatsächlich die Füllung noch mit etwas Sahne "tunen" können! Aber wozu? So ist das eine feine, leichte Vor-, Haupt- oder Nachspeise oder einfach was für Zwischendurch! Warm, abgekühlt, wieder aufgewärmt, schmeckt immer! Nur hab ich die erste "Wieder-Erwärmung" in der Mikrowelle gemacht. Das war nicht besonders förderlich! Die Oberfläche der Füllung ist damit etwas "hautig" geworden, um nicht zu sagen "ledrig"! ;-)
À la prochaine!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
100 % Weizenmehl Type T45, Frankreich

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21.03.2017     "100 % Roggen - Vollkorn - Brot mit frisch gemahlenem Roggen, RST", V6


Alle Versuche: V1 | V2 | V3 | V4 | V5 | V6 |

100pro_rvk_v6_laibe
Zwei schöne 1-Kilo-Kerle! ;-)

Ein Freund hat den Wunsch geäußert nach zwei richtig guten Roggen-Vollkorn-Broten! Ok, da sind sie! Es ist, momentan, mein bestes Rezept dafür! Und, so die Rückmeldung, sie schmecken! Was will man(n) mehr!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
78 % Roggenkörner zum selber Mahlen, Blattert-Mühle
14 % Vollkorn-Roggen-Flocken, Blattert-Mühle
8 % Brösel aus Vollkorn-Roggen-Knäckebrot

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13.03.2017     "Fougasse mit Käse, touriert - WST", Variation nach Éric Kayser, V1


Lange Geschichte - kurz erzählt! Dietmar Kappl hat auf seinem blog eine Fougasse eingestellt. Einer seiner "Follower" hat einen Kommentar eingestellt, der mich regelrecht "angesprungen" hat! Es geht um nichts weniger als eine "getourte Fougasse"!
Bei mir sind gleich mehrere Rädchen ins Laufen gekommen, (seeeehr lange Geschichte) es entstand eine Verbindung zu meinen Gewürzbroten (sehr weicher Teig, ebenfalls "getourt" nach Gerard Auzet) und ich hab die ganzen Informationen und mehrere im web gefundene Bilder umgesetzt und hier ist mein erster Versuch.

Eine einfache Fougasse nach dem Rezept von Éric Kayser, das hab ich jetzt schon mehrfach gemacht, aber getourt, und zwischen den Touren mit Käse gefüllt. Die einzige Besonderheit hier ist, dass ich den Weizen-Sauerteig mit Hartweizengrieß angesetzt habe. Das ergibt eine splittrig-krachige Kruste! Und das Rezept vom Dietmar Kappl kommt demnächst auch dran!

Ich hab zwei Varianten herausgearbeitet, eine wie ein "Jägerzaun" (ok, entfernt!) und eine (fast) wie eine richtige Fougasse, ein "Blatt". Das Problem dabei ist, und das haben die Bäcker "dort unten" in der Provence ebenfalls, dass durch das Touren der Teig mehr oder weniger quadratisch wird. Und da muss man(n) was draus machen! Aber, es geht!;-)

fougasse_touriert_v1_jaegerzaun
Dies ist die Variante "Jägerzaun" ...

fougasse_touriert_v1_blatt
... und dies die Variante "Blatt".

Die Kruste ist glasartig knackig, mit einem guten Käse-Aroma vom integrierten Emmentaler. Emmentaler ist hier fast zu mild! Ich hab auch eine Variante mit Gruyère gesehen, das passt sicher besser, dazu Oliven "eingebaut"! Oder mit Schinkenspeck in Würfelchen, oder ... oder ...
Die Krume ist blättrig, aber noch nicht so ganz, wie ich es schon auf Fotos aus der Region dort gesehen habe. Immerhin habe ich hier theoretisch 16 Lagen erzeugt, aber deutlich sichtbar sind nur eine Bodenlage, eine Decklage und 3 - 4 Zwischenlagen. Da muss ich meine "Touren-Technik" noch mal mit Papier nachvollziehen! Aber, Versuch macht kluch! ;-)

Der Geschmack ist unbeschreiblich gut! Jetzt schon! Und die Idee mit dem Hartweizengrieß im Sauerteig hat voll durchgeschlagen!
Ich hab diese Fougasse natürlich gleich, noch warm, getestet. Spitze! Dann, zum Abendessen, mit ein paar herzhaften Käsesorten, wieder spitze. Und ich könnte mir das sehr gut zu einer französischen Suppe, Gemüse~, Fisch~ oder was auch immer, vorstellen!
Und es gibt Tausend und eine Möglichkeit, da zwischen die Lagen was rein zu packen! Der Käse ist jetzt erst mal der Anfang! Und dann kommt ja bald wieder die Grillsaison und dazu "Fougasse touriert"! Ganz sicher!

Da mir dieser Versuch so viel Spaß gemacht hat und die Ergebnisse so viele schöne "An- und Einsichten" geboten haben, hab ich, als kleine Besonderheit, eine separate Seite mit Fotos gemacht!

Fotos Fougasse touriert, V1

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
90 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle
10 % Hartweizengrieß, fein, Blattert-Mühle

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10.03.2017     "Dinkelbrot mit Vollkorn, Nüssen und Cranberries - DST", V2

eigenes Rezept

Alle Versuche: V1 | V2

dinkel_dvk_hasel_wal_cranb_v2_detail_krume
Detail aus der Krume. Mir gefällt immer wieder diese violette Farbe! Eine Reaktion des Sauerteigs mit den Walnüssen!

Bei diesem Versuch ging es mir vor allem erst mal um die Backtechnik! Im Versuch V1 hatte ich ja versucht, nur mit Ober-Unterhitze zu backen! Mit höchst mäßigem Erfolg! Mein Fehler, ich weiß! Jetzt dafür mit der "gewohnten" Heißluft. Und nun bin ich erst mal mit den Temperaturen, dem Temperaturverlauf und der Backzeit zufrieden. Mehr aber auch nicht!
Die Krume ist zur Bodenseite hin zu dicht, und dafür gibt es gleich mehrere mögliche Gründe, dazu weiter unten.
Besonders schön sind die Walnüsse und die Cranberries! Das alleine macht schon Appetit! Dazu eine kräftige, nicht zu dicke Kruste und eine kernige, saftige Krume, immerhin 60 % Dinkelvollkornmehl!

dinkel_dvk_hasel_wal_cranb_v2_laib
Der Laib, wieder mit dem Schluss nach oben gebacken, jedoch den Ausbünden diesmal nicht nachgeholfen! ;-)

Ich hatte mir drei Alternativen überlegt, um bei diesem Versuch die Krume besser und gleichmäßig zu backen!
- Die Wirkmethode wie bei meinen "Gewürz-Broten", Touren nach Gerard Auzet.
- Zusätzlich, damit die Hitze schneller ins Innere des Laibes gelangt (bei Dinkel sehr wichtig!), als Fendu (= Spalt) zu drücken.
- Den Teig in zwei kleinere Laibe aufzuteilen und als Bâtarde, wie hier drunter beim Bananenbrot, zu wirken. Damit wäre der Querschnitt deutlich geringer gewesen und das Innere schneller heiß.
Ich hab diese Möglichkeiten auf später verschoben, da ich erst mal die HL-Methode komplett testen wollte.
Drum hat sich am Laib auch nicht so viel verbessert! Nur finde ich, diesmal ist er ein klein wenig höher geworden und nicht ganz so flach wie beim V1. Immerhin! ;-)

Eine weitere "Schraube", an der ich drehen kann, ist die Teigausbeute (TA). In diesem Brot ist sehr viel Flüssigkeit, Wasser und Milch. Immerhin besteht es aus:
Vollkorn-Dinkel-Sauerteig - TA 180
Vollkorn-Dinkel-Biga - TA 170
Dinkel-D630-Tang-Zhong (Mehlkochstück) - TA 600
Farine de Noisette-Quellstück mit Milch - TA 160
DVK-D630-Autolyse - TA 165
Die gesamte TA dieses Teiges liegt theoretisch bei einer TA von 194!

Normalerweise ist das Tang Zhong - das Mehlkochstück - dazu da, mehr Feuchtigkeit in - speziell - das Dinkelbrot zu bringen, da Dinkel "gerne trocken bäckt"! Es ist aber schon durch die ganzen anderen Vorteige eine ausreichend große Menge Flüssigkeit im Teig. Da werde ich mir das Tang Zhong sparen und das kleine Quantum Mehl der Autolyse zuschlagen. Dadurch nehme ich 50 g Wasser aus dem Teig und spare bei der TA dadurch 10 Punkte! Und der Teig wird etwas fester. Und dann kann ich immer noch mit den drei oben genannten Techniken zusätzlich etwas be-wirken!

Und, da bin ich jetzt durch den neuesten Artikel beim Dietmar drauf gekommen, ich müsste eventuell die Zeiten für die Stock- und Stückgare mal überarbeiten! Stichwort: Übergare!

dinkel_dvk_hasel_wal_cranb_v2_anschnitt
Der Anschnitt, im Wesentlichen nichts Neues!

Eine weitere Änderung gegenüber dem V1 ist die Teigbearbeitung. Habe ich dort im V1 meine "neue alte" Knetmaschine benutzt, ich wollte mal sehen, die sie mit einem Dinkelteig fertig wird, so bin ich hier wieder zurück zu meiner vielfach bewährten Knettechnik mit dem Handrührgerät und der "Axe-oblique-Technik" gegangen. Ich habe einfach den Eindruck, dass mein Gefühl für den Teig dabei besser ist. Ich kann auch den Teig ganz gezielt bearbeiten, jede Stelle des Teigs, und ich meine, dass die ganze Methode deutlich schonender ist. Das ist ja besonders bei Dinkel wichtig!
Bei der Knetmaschine kann ich nur tatenlos zuschauen, wie der Teig in der Schüssel herum geschleudert wird! Da ist keine Rückkoppelung vorhanden außer Anschauen!

Eine Mund- und Augenweide!
Geschmacklich ist das Brot allerdings erste Klasse! Deutlich spürbare, aber nicht zu feste Kruste, kernig-saftige Krume mit reichem Aromenspiel, im Bereich der Cranberries auch feine süßliche Elemente. Getestet mit herzhaften Beilagen, sehr gut! Mit richtig kräftigem Käse ganz besonders gut, vor allem durch die süßen Töne aus dem Brot! Mit Butter einfach himmlisch! Süßer bin ich jetzt noch gar nicht geworden! ;-)

Nachtrag vom 12.03.2017:
Ich habs süß getestet! Auf Vorschlag meiner Frau habe ich ihren selber gekochten "Apfel-Gelee" dazu genommen! Unbeschreiblich gut! Doch, ein paar Eindrücke kann ich schon beschreiben! Der Apfel-Gelee schmeckt für sich leicht karamellig! Also Röstaromen! Und im Brot ebenfalls Röstaromen! Ergänzt sich unglaublich gut! Mit Butter, keine Steigerung! Daher hab ich einfach einen kleinen Löffel genommen und den Apfel-Gelee direkt aus dem Glas dazu gegessen! Bleibt ja unter uns! ;-)

Kommt also ganz bestimmt wieder dran! Es ist einfach nur gut!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
60 % Dinkel-Vollkorn-Mehl, Lidl
40 % Dinkelmehl Type 630, Lidl

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05.03.2017     "Federleichtes Bananen - Brot", V1


"Feder-leicht!" war die Ansage von MC (Marie-Claude), von deren blog dieses Rezept stammt! Und "Banane" ist ein interessanter Stoff! Ich hab dazu schon öfters mal im web gestöbert, aber alle Brot-Rezepte, die ich so zu diesem Thema gefunden habe, waren zumeist einem Kuchen ähnlich! Nur dieses war schon vom Aussehen her deutlich ein richtiges Brot! Und als ich das Rezept dann auch noch beim Bernd auf seinem blog gefunden habe, er hat eine etwas andere Teigführung, da war nur noch ein kleiner "Schubs" nötig, es zu backen! Und dieser "Schubs" kam mit einer schon etwas "über-reifen" Banane im Obstkorb!
Bis ich allerdings das Rezept überarbeitet und ausgedruckt hatte, war "die Überreife" weg! :( Aber, Ersatz war dann gleich wieder da und, "nicht-ganz-so-reife" Bananen kann man(n) durch sanftes Kneten in der Reifung deutlich beschleunigen!
Also habe ich den Vorteig angesetzt und damit war der Ablauf "eigentlich" klar! Vorteig 24 Stunden reifen lassen und los gehts! Wenn der Backplan nur immer so einfach einzuhalten wäre! Der Terminplan ist mir dazwischen gekommen, daher ist der Vorteig nach 5 Stunden in den Kühlschrank gewandert und von dort heraus erst wieder nach guten 40 Stunden endlich verarbeitet worden!

bananen_brot_v1_laib
Das "Bananen-Brot" als Bâtarde geformt. Als "Feder (na ja!) eingeschnitten!

Interessant war für mich, wie sich die "zermatschte" Banane im Teig auswirken würde! Und sie hat sich sehr gut ausgewirkt! Ich hab nur ganz wenig mit Wasser nachkorrigiert und der Teig war richtig gut zu Verarbeiten!
Für das Wirken des Bâtarde (die hier verwendete längliche Form) habe ich eine neue Methode ausprobiert, die ich bei SteveB auf seinem blog gefunden hatte! Er zeigt da, wie er ein Bâtarde wirkt, und zwar mit der "umgekehrten" Croissant-Technik! Und das funktioniert sehr gut, wie man hier sehen kann! ;-)

bananen_brot_v1_anschnitt
Der Anschnitt ist feinporig und mit einer kräftigen, aber nicht harten Kruste.

Ich habe mir im Voraus wirklich keine Vorstellung machen können, wie dieses Brot nachher wird! Und "normalerweise" kann ich das bei "normalen" Broten schon ganz gut! ;-) Drum war die Überraschung beim Anschneiden ziemlich groß! Feine, leicht gelbliche Krume mit einer kräftigen, aber nicht harten Kruste! Der Geschmackstest anschließend war eine noch größere Überraschung! Ich hatte ein Brot erwartet, irgendwie etwas Brot-artiges! Und ich beiße rein und ich habe eine Brioche im Mund! Wirklich, der erste Gedanke war: "Brioche!" Der Geschmack und das "Mausfieling" (Zitat von Hannes Weber für "mouth-feeling") war genau wie bei Brioche! Leicht, fein, lecker! Und mit Butter der Himmel! Obwohl auch schon etwas Butter im Teig enthalten ist!
Und im Rezept vom MC steht: "... when you toast it! "Yes, Madam - Sir!" Ich habs getoastet! Nur leicht getoastet, als Messinstrument meine Nase, und als es "genau richtig" gerochen hat, sofort raus aus dem Toaster! Feine Knusper-Kruste und die Krume nur leicht braun! Und da drauf Butter, nichts anderes! Das ist der siebte Himmel! Besser geht nicht! Ok, zum Spaß auch noch mit verschiedenen feinen Marmelade(n) und Konfitüren! Die dann ohne Butter darunter. Nicht zu übertreffen!
Das ist ein echtes Hammer-Brot und kommt ganz bestimmt wieder dran! Dann werde ich auch mal noch etwas mehr Banane dazu nehmen, einfach um mal zu schauen, ob sich das Aroma noch etwas in diese Richtung verstärken lässt. Und ich werde es etwas "weicher" backen! Und da meine ich nicht die Konsistenz sondern die Hitze! Denn jetzt ist es bei echten Brot-Temperaturen im Ofen gewesen und da werde ich mal in Richtung Brioche-Temperaturen und -Backzeiten gehen! Verbessern ist bei diesem Brot nicht mehr so leicht möglich! Gut, am "Design" muss ich noch ein wenig arbeiten! Aber das ist eine Sache der Übung! Und ich denke, den Vorteig werde ich wieder recht lange im Kühlschrank reifen lassen. Das hat garantiert auch zu diesem Super-Aroma beigetragen!
Also kommt dieses Brot garantiert bald wieder dran!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
100 % Weizenmehl Type 550, Blattert-Mühle

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04.03.2017     "Gewürz - Brot mit grünem Peffer - RVK-ST", V5

Eigenes Rezept.

Alle Versuche:  V1 | V2 | V3 | V4 | V5 |

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Dunkle Krume, herzhafte Kruste, grüner Pfeffer, scharf im Geschmack!

Dieses Brot ist jetzt schon "fast" Routine! Und doch war dieser Versuch mit dem "grünen Pfeffer" wieder eine neue Erfahrung! Die bisherigen Brote dieser Gewürz-Brot-Reihe waren mit trockenen Gewürzen, dieses ist mit einem nassen Gewürz, mit in Lake eingelegtem grünem Pfeffer! Gut abtropfen lassen war klar, für die Menge hab ich mal recherchiert und bin dabei, bei einer (!) Quelle, auf einen Wert von 3,4 B-% gekommen, das wären hier 17 g geworden! Also, aufgerundet auf 20 g und so im Rezept vorgetragen!
Beim Kontrollieren des Glases mit dem grünen Pfeffer steht dort: Abtropfgewicht 65 g! Also hab ich schnell im Kopf gerechnet, gibt gut zwei Versuche, und hab dann auf 30 g gerundet! Und hab im Rezept beim Hauptteig auch glatt diese 30 g eingetragen! Und bei der "Mise en Place" hab ich dann genau diese Menge abtropfen lassen und vorbereitet!  Und, natürlich, verarbeitet! :(

gewuerz_brot_v5_laib
Der Laib mit dem typischen "Fendu-Spalt", diesmal noch ohne Aufstreu!

Hab mir hier, beim Spalt, einige Gedanken gemacht, ob ich da gemahlenen grünen Pfeffer drauf geben soll oder nicht! Irgendwo war dann bei mir im Hinterkopf der Gedanke: "Pfeffer verbrennt und schmeckt dann unangenehm! Mindestens!" Und hab daher nichts in den Spalt eingetragen. Nur den Laib vor dem Eindrücken in diesem Bereich mit Butterschmalz abgestrichen! Das hat sich beim "Waadtländer" bestens bewährt! Als ich dann gesehen habe, dass sich dort noch 2-3 grüne Pfefferkörner "rausgedrängt" haben, hab ich so bei mir gedacht: "Mal sehen, wie sich die beim Backen und danach verhalten!"

bewuerz_brot_v5_anschnitt
Der Anschnitt, dunkel, unregelmäßig geport, gute Kruste!

Das "nicht-ganz-so-tief-Eindrücken" hat sich bewährt! Könnte sogar noch ein wenig "weniger tief" werden! Die Pfefferkörner sind relativ gleichmäßig im ganzen Laib verteilt. Der Geschmacks-Test hat dann die "Offenbahrung" gebracht! SCHARF! Richtig scharf! Tja, es ist ein "nasses" Gewürz! Und die Lake von den, wenn auch abgetropften, Körnern hat sich im ganzen Teig schön gleichmäßig verteilt!
Ich komme damit klar, aber sonst ist diese Schärfe schon gewöhnungsbedürftig! Was im Umkehrschluss bedeutet, dies ist das ideale Brot zu herzhaften Sachen vom Grill! ;-) Da ist keine zusätzliche Schärfe mehr erforderlich!:D
Was aber auch bedeutet, bei den weiteren Versuchen mit dem grünen Pfeffer werde ich diese Körner ausgiebig wässern und das Wasser mehrmals wechseln! Denn so ohne weiteres gebe ich da jetzt nicht nach! Ich liebe grünen Pfeffer! Und die paar, die sich da im Spalt der vollen Hitze ausgesetzt haben, die hab ich noch zum Testen vor mir!
Dieses Brot kommt also ganz sicher nochmal dran!

Kleiner Nachtrag vom 06.03.2017:
Heute Morgen war ich echt verblüfft! Die Schärfe fehlt - ist weg! Leider wars das letzte, kleine Stück, aber eindeutig nicht scharf! Gut, in der Nähe eines Pefferkorns ist es schon noch etwas scharf, aber eben die sanfte Schärfe von frischem, grünem Pfeffer. Die "heftige" Schärfe, die es anfangs überall in  der Krume hatte, die fehlt. Da ich die weiteren Stücke noch im TK ruhen habe, muss ich noch etwas warten! Aber das wird mal spannend!
Ich hab ja auch schon Brote mit reichlich scharfem Senf im Teig gemacht. Da verschwindet die Schärfe beim Backen durch die Hitze! Das ist bei Senf bekannt! Aber ob hier eine ähnliche Reaktion stattgefunden hat? Das wird sich herausstellen und ich trage das dann auch hier nach!

Verwendetes Getreide und Getreideprodukte:
70 % Weizenmehl Type 812, Blattert-Mühle
30 % Roggenkörner zum selber Mahlen, Blattert-Mühle

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